Backup, muss das wirklich sein?
JA! Hier finden Sie Antworten auf das Wieso? Wie und Wann?

Externe HDD Festplatte am Laptop

In diesem Artikel werden die wichtigsten Punkte der Datensicherung besprochen. Dabei wird hier sowohl auf private als auch auf geschäftliche Daten eingegangen.

Inzwischen hat so gut wie jeder Erfahrungen mit dem Verlust von Daten gemacht. Sei es wegen eines Virus, eines Defektes, einer Migration oder aus anderen Gründen. Verlust von Daten kostet nicht nur Nerven, sondern auch Arbeit und verursacht Kosten.  Um dafür zu sorgen, dass wichtige Daten immer abrufbar bleiben, ist ein vernünftiges Backupkonzept unabdingbar.

Frau am PC macht ein Backup

Backup im privaten Bereich

Im Privaten ist es häufig ausreichend wichtige Daten auf die eine oder andere Art in der Cloud zu lagern. Ein Cloudspeicher erfüllt hier oft schon die wichtigsten Kriterien und zahlreiche Anbieter bieten gute Gratisversionen mit beschränktem Speicher an. Das lässt sich einfach und kostenfrei ausprobieren und ist für viele Privatnutzer vollkommen ausreichend. Normalerweise lässt sich ein Cloudspeicher in wenigen Schritten – wie eine lokale Festplatte – integrieren und man merkt den Unterschied kaum. Dabei werden für die Daten auf dem Cloudspeicher in der Regel automatisch Backups angefertigt.

Bei vielen Cloudanbietern gilt außerdem von vornherein:

Es werden mehrere Kopien der Daten angefertigt, die an verschiedenen Orten und auf unterschiedlicher Hardware gespeichert sind. Sind diese drei Punkte gewährleistet, so sind die Daten vor den meisten Problemen sicher.

Wer die Cloud meiden möchte, kann die Daten auch auf ein externes Speichermedium (z.B. USB-Stick, externe Festplatte, Mobiltelefon…) kopieren, dies ist aber häufig weniger sicher und mit mehr Aufwand verbunden.

TIPP: Für Dokumente die fortlaufend bearbeitet werden, regelmäßig Zwischenversionen abspeichern. So lassen sich auch eigene Fehler beim Bearbeiten später noch korrigieren.

Backup im geschäftlichen Bereich

Im geschäftlichen sind die Prinzipien zwar ähnlich wie im privaten, jedoch kommen weitere Faktoren hinzu.
Fällt die IT aus, so ist das meistens mit großen Kosten verbunden und kann dazu führen, dass Kundenaufträge nicht fristgerecht bearbeitet werden können.

Zur Vorbeugung gibt es verschiedene Möglichkeiten, aber die Daten regelmäßig und versioniert zu sichern ist ein guter Anfangspunkt. Regelmäßigkeit ist von besonderer Wichtigkeit und klare Terminierung ist unabdingbar. Wenn man Backups nur dann macht, wenn man gerade daran denkt, kann das zum Verhängnis werden.

Tresor mit Goldbarren

Manche Computerviren haben eine Inkubationszeit. Das bedeutet, bevor sie aktiv werden, schlafen sie eine gewisse Zeit. Macht man ein Backup von einem schlafenden Virus, so sind die Backups infiziert und das System kann nach einer Wiederherstellung erneut von dem Virus lahmgelegt werden. Deswegen ist es eine gute Idee ältere Versionen vollständig zu behalten. So wird auch sichergestellt, dass versehentlich überschriebene oder gelöschte Daten auch wesentlich später noch wiederhergestellt werden können. Wie häufig diese Gesamtbilder gemacht werden und wie lange diese aufbewahrt werden sollen, hängt vom einzelnen Unternehmen ab.

Nicht alle Daten sind gleich wichtig, also kann es sinnvoll sein für besonders essenzielle Daten eine höhere Priorität zu setzen und sie besonders verfügbar zu halten, damit das Unternehmen im Ernstfall möglichst schnell wieder agieren kann. Deswegen ist eine klare Desaster-Recovery-Planung mit regelmäßigen Recoverytests eforderlich. Hier muss ein klarer Notfallplan vorliegen.

Es gibt zu viele Geschichten über Unternehmen die zwar regelmäßig Backups anfertigen, aber im Ernstfall keine funktionale Wiederherstellung durchführen können. So werden diese Unternehmen für einen nicht vertretbaren Zeitraum fast handlungsunfähig und nehmen ernsthaft Schaden.

Deswegen: Ein Backup ist nur so gut, wie die daraus resultierende Wiederherstellbarkeit!

Besser spät als nie. Auch, wenn man bisher keine guten Backupstrukturen hat, ist es nie zu spät damit anzufangen! Vorsicht ist besser als Nachsicht und bei Datensicherung gilt das gleich mehrfach.

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Frau Heidi Börner
Frau Heidi Börner GESCHÄFTSFÜHRERIN, broker2clouds GmbH